Geglückte Revanche & Spitzenreiter! Der Spielbericht von Sonntag

10. Dezember 2019


Spielbericht: 08.12.2019
VfR 06 Neuss – TuS Grevenbroich

Geglückte Revanche für den VfR 06 Neuss!

In einem Kampfspiel auf hohem Niveau, konnte unser VfR Neuss die Schmach vom ersten Saisonspiel tilgen und den TuS Grevenbroich hochverdient mit 2:1 besiegen.

Von der ersten Minute an war klar, dass es sich hier um kein normales Kreisliga A Spiel handelt. Beide Teams brannten auf den erneuten Vergleich und traten direkt aufs Gaspedal.

Der TuS ließ sich in der Anfangsphase etwas öfter in der Neusser Hälfte sehen als umgekehrt. Den Jungs von Trainer Cengiz Yavuz, der vor dem Spiel ein großes Plakat mit dem Ergebnis der ersten Begegnung in die Kabine gehangen hatte, war etwas Nervosität deutlich anzumerken.

Diese legte sich aber von Minute zu Minute und so kamen die Neusser besser ins Spiel und hatten mehr Zugriff auf den Gegner. Gerade in den wichtigen Zweikämpfen blieben die Grün-Weißen nun die Sieger, was sich dann in eine Feldüberlegenheit ausmünzte.

Immer wieder ging es über die Außen, die sich das ein oder andere Mal durchspielen konnten letzlich aber nicht wirklich gefährlich wurden. Mit der Rotation der Stürmer, die sich immer wieder auf den Außenbahnen abwechselten, hatte die TuS Abwehr ihre liebe Mühe.

Auf der anderen Seite indes, brannte es immer dann, wenn die Grevenbroicher ihre schnellen Stürmer in die Partie bringen konnten. Hier hatte dann die Neusser Abwehr alle Hände voll zu tun. So entwickelte sich, auf einem seifigen und tiefen Platz, eine ausgeglichene Partie, in der sich die Mannschaften im Mittelfeld bisweilen vollkommen neutralisierten.

Dann die Erlösung für den VfR 06 Neuss! 

In der 42. Minute wurde Kwadwo Atta-Yeboah von Mario Dundovic herrlich freigespielt und ließ bei seinem Schuss dem TuS Keeper keine Chance. Da war das so sehnlichst herbeigewünschte 1:0 für den VfR und das auch noch zu einem tollen Zeitpunkt so kurz vor der Pause.

Nach dem Pausentee machte sich der TuS Grevenbroich auf, um möglichst rasch zum Ausgleich zu kommen. Die Schlossstädter erspielten sich zwar ein paar Möglichkeiten aber keine davon brachte so wirklich Gefahr, für das von Marc Rütten bis dahin, gut gehütete Tor.

Dieser musste sich in der 64. Minute geschlagen geben, als ein Freistoß aus halbrechter Position unter der Mauer herflog und flach neben dem Pfosten einschlug.

Mit diesem Tor hatten die Grün-Weißen sehr zu kämpfen, es war ein Wirkungstreffer. Das Spiel der Neusser wurde unruhiger und man produzierte in dieser Phase viele leichte Fehler. Zudem musste auch noch Dennis Timmermanns verletzt vom Platz, für ihn kam Semir Poljak in der 65. Minute. Einen zweiten Wechsel vollzog Trainer Yavuz in der 72. Minute, er brachte für Ahmed Hamdi, Hakan Orduzu der nach langer Verletzung endlich wieder mit an Bord ist.

Vielleicht lag es an den Wechseln, mit denen die Grevenbroicher vermeintlich nicht zu recht kamen, auf jeden Fall spielte Kwadwo Atta-Yeboah auf der linken Seite einen schönen Pass auf Amir Alili und dieser ließ sich nicht lange bitten und vollstreckte zum 2:1. Der Jubel nach der Führung war riesengroß, bei der Mannschaft sowohl auch bei den Fans. 

Das Tor war auch gleichzeitig der Startschuss zu einer spannenden Schlussphase, in der beide Teams oftmals die Ordnung verloren und es nur noch rauf und runter ging.

Die Quirinusstädter wechselten noch zweimal aus, in der 78. kam Daniel Kotte für Mario Dundovic und in der 84. Minute Fatih Karabas für Amir Alili.

Und als dann in der 94. Minute der Schlusspfiff durch den guten Unparteiischen Karagöz erklang, lag man sich auf Seiten des VfR Neuss in den Armen. Alle wussten was dieser Sieg bedeutet, für Spieler und Fans. Er ist Balsam für das Neusser Fanherz nach der Niederlage im Hinspiel und für die Spieler, denen die Revanche glückte und auf deren Schultern, nach dem Hinspiel, auch ein gewisser Druck lag.

Was nach Abpfiff noch keiner ahnte, mit dem Sieg konnte der VfR zurück an die Tabellenspitze klettern, da Wevelinghoven im Spitzenspiel gegen Delhoven nicht über ein 2:2 hinauskam.

Bereits diesen Mittwoch geht es nun gegen den SV Rosellen, der trotz einer verkorksten Hinrunde eine sehr schwere Hürde darstellt.

 



Spielbericht: M. Wahle
Fotos: N.Kempis