Spielbericht: VfR 06 Neuss – VdS Nievenheim

4. November 2019

Spielbericht VfR 06 Neus – VdS Nievenheim

03.11.2019

„Dreckssieg“ beschert VfR Neuss 3 Punkte 

In einem dramatischen und hart umkämpften Spiel konnte unsere Mannschaft letztlich verdiente 3 Punkte einfahren.

Aber der Reihe nach! Der VfR begann das Spiel hellwach und machte deutlich, wer der Herr im Hause ist.

Sofort wurde Nievenheim attackiert und unter Druck gesetzt, leider sprang in dieser frühen Phase des Spiels nichts Zählbares dabei heraus. Und so gut die Mannschaft anfing, so schnell ließ sie auch wieder nach.

Nach ca. 15 Minuten kam Nievenheim besser ins Spiel und hatte von nun an mehr vom Spiel. Unsere Mannschaft kam nicht mehr so in die Zweikämpfe und die kleinen Fehler häuften sich. Nievenheim verstand es nun das Spiel in die Breite zu verlagern und wurde immer wieder über ihre starken und schnellen Außenbahnspieler gefährlich.

Jetzt war es an der Zeit für die Neusser wieder den Hut in den Ring zu werfen, was letztlich auch passierte. Wollte es spielerisch nicht laufen, so besann sich die Mannschaft auf eine alte Fußballertugend, nämlich den Kampf.

Man nahm nun das Spiel an und ging härter aber nie unfair in die Zweikämpfe. Das machte nun dem Gast wieder zu schaffen, der es kaum mehr schaffte gefährlich vor das Tor unseres VfR zu gelangen. In der 32. Minute dann aber doch die dickste Chance der ersten Hälfte, als ein Nievenheimer plötzlich vollkommen frei 7m vor unserem Keeper auftaucht und abzog. Mark Rüttgers gelang es aber mit einer tollen Parade den Ball zur Ecke zu klären.

Ohne weitere Höhepunkte ging es dann nach 45 Minuten in die Kabinen.

Nach dem Wiederanpfiff zeigte sich den gut 130 Zuschauern das gleiche Bild, Nievenheim hatte mehr Ballbesitz und die Spielkontrolle, konnte aber nichts damit anfangen. Die Neusser Abwehr um den heute besten Spieler Volkan Özkan, ließ nur ganz wenig zu und hatte immer ein Bein oder den Kopf dazwischen. 

Es dauerte bis zur 60. Minute, bis sich der VfR mal wieder gefährlich vor dem Tor des VdS zeigte. Ein Schuss von halblinks ging aber leider nur ans Außennetz, die Zuschauer hatten aber den Torschrei schon auf den Lippen.

Praktisch im Gegenzug kam es auf der anderen Seite fast zum 0:1, als ein Weitschuss nur ganz knapp das Tor verfehlte. 

Weiter ging es rauf und runter und beide Teams schenkten sich in diesem Kampfspiel nichts. Dabei blieb die Partie immer total fair und der gute Schiedsrichter Ripphahn hatte keine Mühe.

Dann kam die 76. Minute und mit ihr der Torjubel für den VfR Neuss.

Shahip Helshani legte nach einem Angriff den Ball schön auf den langen Pfosten des Nievenheimer Gehäuses, wo der in der 61. Eingewechselte Ahmed Hamdi die Kugel über die Linie schoss. 

Der Jubel danach war enorm, erstens weil es wie aus heiterem Himmel fiel und es zweitens vom Spielverlauf her nicht zu erwarten war.

Der Jubel war gerade verflogen, da stand Ahmed Hamdi wieder im Mittelpunkt. Nach einem tollen Zuspiel stand er frei vor dem Keeper, zielte aber zu hoch und schoss am Tor vorbei.

Die Nievenheimer schüttelten sich jetzt einmal und machten in den letzten Minuten unheimlichen Druck. In Minute 79 kamen sie zu einer sehr guten Freistoßgelegenheit. Der Schuss kam auch super geschossen und gefährlich auf das Neusser Tor aber da stand wieder, der an diesem Tag super aufgelegte Keeper Rüttgers und entschärfte den Knaller toll.

In der 83. Minute musste dann der bis dahin beste Neusser und Turm in der Schlacht, Volkan Özkan, verletzt den Platz verlassen. Wobei ein selbstständiges Verlassen gar nicht mehr möglich war, so schwer war die Verletzung und die Schmerzen. 

Auf diesem Wege alles Gute und schnelle Genesung lieber Volkan!

Der für Özkan eingewechselte Semir Poljak reihte sich danach wunderbar in Truppe ein und warf wie alle Spieler an diesem Tag alles rein.

Als in der 92. Minute dann endlich der Schlusspfiff ertönte, lagen sich alle in den Armen. Jeder wusste, wie wichtig dieser Sieg nach zuletzt 3 Niederlagen in Folge, inklusive Pokal war.

Am nächsten Spieltag geht es dann für den VfR Neuss zum Auswärtsspiel nach Hoisten. Nach diesem Sieg des Willens, kann man mit breiter Brust die kommende Aufgabe angehen.



Spielbericht: M.Wahle

Fotos: B. Hässler