Spielbericht: VfR 06 Neuss gegen DJK Rheinkraft Neuss

23. Mai 2019

Spielbericht 19.05.2019

VfR 06 Neuss : DJK Rheinkraft Neuss

Die Meisterschaft nun auch rechnerisch perfekt!

Eine Überschrift, auf die die Mannschaft ein ganzes Jahr hingearbeitet hat.

Jetzt ist es geschafft und alle Fans freuen sich auf eine neue tolle Saison, diesmal eine Liga höher in der höchsten Kreisliga.

Am Sonntag stand dieser eine Punkt, der noch zum letzten endgültigen Aufstieg nötig war, im Fokus.

Und das wirkte auf die Mannschaft im gesamten Spiel nicht befreiend, sondern eher als Last.

Aber der Reihe nach!

Im zweiten Spiel in der zukünftigen Heimat Jahnstadion, war dieses Mal die Asche, das bei den Spielern ungeliebte Geläuf, auf dem es hieß: Punkten und die Meisterschaft endgültig eintüten.

Der Platz war aber gut hergerichtet und vorher noch gewässert worden, also wirklich gut zu bespielen.

Der VfR legte von Anfang an los, wie es schon die ganze Saison über weite Strecken lief. Der Ball wurde sicher und kontrolliert durch die eigenen Reihen laufen gelassen.

Den ersten Aufreger gab es aber nach 2 Minuten vor dem Tor des VfR. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld, wurde der immer fleißige und schnelle Stürmer der DJK lang geschickt und war nur einen Schritt zu spät. Der NeusserKeeper Markus Floer war hellwach und darum diesen Schritt eher am Ball. Der VfR war gewarnt!

In der 11. Minute schloss der Spitzenreiter einen Angriff erstmals ab aber der Weitschuss wurde durch den Schlussmann gekonnt und ganz sicher entschärft.

Auch der nächste Schuss von Christoph Schmidt ging am Tor vorbei, dabei traf der Mittelfeldstratege des VfR den Ball aber auch nicht voll.

Rheinkraft indes beschränkte sich erst einmal darauf sicher in der Defensive zu stehen und die Grünen immer wieder mit Nadelstichen zu beeindrucken.

Dies gelang in der 24. Minute fast mit dem perfekten Ende, nur eine klasse Parade von Floer verhinderte das 0:1. Da hatte der VfR das Glück auf seiner Seite.

Ein paar Minuten später scheiterte Tarik Mavili an der Querlatte des DjK Gehäuses. Hier war wiederum der super aufgelegte Schlussmann der Schwarz-Gelben noch mit den Fingern am Ball.

Das Spiel lebte von solchen Einzelaktionen, denn aus dem Spiel heraus viel dem VfR nicht viel gegen eine klasse Defensive der Rheinkraft ein.

So war es in der 35. Minute eher ein Zufallsprodukt, als Daniel Kotte halbrechts aus ca. 8 Metern zum Schuss kam.

Leider ging der Ball einen Meter am Gehäuse vorbei.

Ein Tor hätte dem Spiel sicherlich gut getan so aber taten sich die Grün-Weißen weiter sehr schwer um zu Abschlussaktionen zu gelangen.

Nach 45. Minuten pfiff der gute und umsichtige Schiri Hübinger dann zur Halbzeitpause.

Das 0:0 spiegelte den Verlauf zu 100% wieder und dieses Spiel war bis hierher auch eines der schwächsten 0:0 Spiele.

Erwarteten die Fans des VfR in der zweiten Halbzeit einen anderen Spielverlauf und ein schnelleres Spiel, so wurden sie enttäuscht.

Auch im 2. Durchgang bot sich den ca. 85 Zuschauern das gleiche Bild wie in Hälfte eins.

Dem Primus viel, gegen eine noch immer super agierende Defensive, nichts ein und so blieben Chancen Mangelware.

Und mit ein bisschen mehr Konzentration und Glaube an die eigene Stärke, wäre Rheinkraft Neuss in der 58. Minute fast der absolute Coup gelungen, als nach einem super Konter Meriton Luzha nur mit einem wahnsinns Teckling den einschussbereiten Rheinkrafter Stürmer am Führungstreffer hinderte.

Dieses Tor hätte das Spiel aber noch nicht einmal komplett auf den Kopf gestellt.

Zwar hatte Kwadwo (Kojo) Atta-Yeboah fast im Gegenzug die Führung auf dem Fuß, als er eine Hereingabe aus kurzer Distanz über das Tor hob, aber alles in allem war es bis hierher ein schwaches Spiel des VfR Neuss.

Auch die Einwechslung von Ajvaz Ilazi, für den Panagiotis Giouvanoglou das Feld verließ, brachte keinen Schwung ins Neusser Spiel.

Die Fans versuchten jetzt noch einmal mit lauter Anfeuerung die Spieler anzuheizen aber auch diese Unterstützung war nicht zielführend.

Das Spiel plätscherte in den letzten 20 Minuten nur noch vor sich hin und so muss ich heute leider von einem der schwächsten Spiele in dieser Saison schreiben. Als dann nach 90 Minuten der Abpfiff ertönte, rissen die Spieler beider Mannschaften die Arme in die Höhe.

Rheinkraft feierte einen absolut verdienten Punktgewinn beim Spitzenreiter und war damit im Übrigen das einzige Team, gegen das der VfR in dieser Saison nicht gewinnen konnte.

Die VfR`ler hingegen feierten den noch letzten benötigten Punkt zur nun sicher feststehenden Meisterschaft. Und dieser Punkt wurde anschließend mit den Fans lautstark besungen. Immer wieder ein tolles Bild!Schön war noch zu sehen, dass anschließend am Getränkestand Spieler beider Mannschaften gemeinsam ein Fläschchen leerten.

Das ist gelebter Amateurfussball!